Schüler*innen der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Austausch mit den „Omas gegen rechts“

Schon nach wenigen Minuten war klar: Trotz des großen Altersunterschieds gab es viele gemeinsame Themen. In kleinen Tischgruppen kamen die Jugendlichen der Jahrgänge 9 und 10 mit den engagierten Senior*innen ins Gespräch. Unterstützt von frisch gebackenen Waffeln entwickelte sich schnell eine offene und persönliche Atmosphäre. Das angebotene „Du“ machte es den Beteiligten leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei berichteten die „Omas gegen rechts“, eine Initiative engagierter Bürger*innen gegen Rechtsextremismus, von ihrem Engagement und davon, warum sie sich auch im Ruhestand weiterhin aktiv für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Die Schüler*innen schilderten ihrerseits, wie sie sich in der Schule mit Fragen von Rassismus, Diskriminierung und gesellschaftlicher Vielfalt beschäftigen.

Engagement gegen Rassismus im Schulalltag

Die Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, die von den Lehrern Ralf Uhlenbrock und Daniel Kampmann begleitet wird, organisiert regelmäßig Projekte und Aktionen zu diesen Themen. In den vergangenen Monaten standen dabei auch mehrere Begegnungen und Erinnerungsprojekte auf dem Programm: So besuchten die Schüler*innen unter anderem die Synagoge in Enschede, informierten sich über die syrisch-orthodoxe Gemeinde und engagierten sich beim Reinigen von Stolpersteinen in Gronau, um an Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.
Auch der Umgang mit sozialen Medien wurde in der Gruppe thematisiert. Gemeinsam analysierten die Schüler*innen beispielsweise rassistische Memes und Kurzvideos aus dem Internet und diskutierten, wie solche Inhalte funktionieren – und wie man ihnen kritisch begegnen kann.

Weitere gemeinsame Aktionen geplant
Das Treffen mit den „Omas gegen rechts“ soll nicht einmalig bleiben. Beide Gruppen möchten ihre Zusammenarbeit fortsetzen und planen bereits weitere gemeinsame Aktionen. Eine erste Gelegenheit dazu bietet sich beim Jazzfestsonntag am 3. Mai, bei dem Schülerinnen und Seniorinnen gemeinsam mit einem Informationsstand in der Gronauer Innenstadt vertreten sein wollen.
Die Begegnung im Café Grenzenlos hat gezeigt: Wenn unterschiedliche Generationen miteinander ins Gespräch kommen, entsteht mehr als nur Austausch – es wächst ein gemeinsames Engagement für eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft.
