Ziel der Initiative ist es, Unternehmen bei der Fachkräftesicherung und Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen. „Als Schnittstelle zwischen Schule und Wirtschaft setzt sich die IHK dafür ein, langfristige Kooperationen aufzubauen“, erklärt Melanie Vennemann aus dem Team Fachkräftesicherung der IHK. „Die IHK-Vereinbarung schafft hier eine klare Grundlage für eine verbindliche und strukturierte Zusammenarbeit der Kooperationspartner bei der Berufsorientierung“, ergänzt sie.
Die Stadtwerke Gronau GmbH versorgt seit über 125 Jahren Menschen in der Region mit Strom, Wasser und Gas. Mit rund 130 Beschäftigten und zehn Auszubildenden entwickelt das Unternehmen Lösungen für eine sichere und effiziente Energieversorgung. Ausgebildet wird in insgesamt acht verschiedenen Berufen, darunter „Fachangestellte für Bäderbetriebe“ und „Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik“.
Im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ bieten die Stadtwerke den Schülerinnen und Schülern beider Schulen Betriebspraktika an, um ihnen Einblicke in die Arbeitsweise des Unternehmens zu ermöglichen und betriebspraktische Grundkenntnisse zu vermitteln. Außerdem gehen Fachkräfte und Auszubildende in die Schulklassen, stellen Ausbildungsberufe vor und geben Tipps zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Darüber hinaus vermitteln sie praxisbezogenes Fachwissen im naturwissenschaftlichen Unterricht.
„Für uns ist die Zusammenarbeit mit den Schulen ein wichtiger Baustein in der Fachkräftesicherung“, betont Herbert Daldrup, Geschäftsführer der Stadtwerke Gronau. „So können wir Schülerinnen und Schüler abseits von klassischen Bewerbungsverfahren kennenlernen und uns auch bei ihnen als möglicher Arbeitgeber ins Gespräch bringen. Mit den Kooperationen sollen Jugendliche nicht nur für den direkten Berufsstart nach der Schule, sondern auch für das Unternehmen begeistert werden“, so Daldrup.
Ursula Steuer, Schulleiterin der Gesamtschule Gronau, betont: „Wir können über die IHK-Initiative unsere Angebote zur Berufsorientierung in enger Abstimmung mit den Betrieben durch führen. Für unsere Schülerinnen und Schüler wird so der Weg in das Berufsleben erleichtert.“
Andrea Preuß, Schulleiterin der Fridtjof-Nansen-Realschule, ist ebenfalls von der Kooperation überzeugt: „Durch den persönlichen Kontakt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Auszubildenden bekommen unsere Schülerinnen und Schüler Ein blicke in verschiedene Berufe und in die Arbeitswelt. Das ist eine wertvolle Hilfe und eine tolle Ergänzung zu unserem schülerorientierten Unterricht.“
Die IHK Nord Westfalen bietet Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerin für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ ist im Münsterland Melanie Vennemann, Telefon 0251 707 304.
