100 % Menschenwürde: Gronauer Schulen setzen ein gemeinsames Zeichen

Eine große Gruppe von Schüler*innen steht auf einer Grünfläche und bildet eine lange Reihe. Im Vordergrund liegt ein großes orangefarbenes Banner mit der Aufschrift „Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus“. Die Personen stehen dicht nebeneinander und tragen überwiegend Jacken. Im Hintergrund sind Bäume und ein bewölkter Himmel zu sehen. Die Szene zeigt eine größere Versammlung von Schüler*innen im Freien.
Lehrer*innen und Schüler*innen versammeln sich entlang des Banners „Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus“, das Teil der gemeinsamen Aktion im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist.

Am 17. März 2026 versammelten sich Schüler*innen der weiterführenden Schulen Gronaus im Park am Wasserturm, um im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Unter dem Motto „100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ kamen pro Schule jeweils große Schülergruppen zusammen und füllten die Wiese mit Leben, Bewegung und klarer Haltung.

Aus der Luft wurde sichtbar, was die Aktion ausdrücken sollte: Menschenwürde gilt für alle – ohne Ausnahme. 

Doch die Wirkung der Aktion ging weit über das entstandene Bild hinaus. Entscheidend war das gemeinsame Erleben: Schulen, die im Alltag getrennt arbeiten, standen hier Seite an Seite für dieselben Werte.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Beteiligt waren alle weiterführenden Schulen der Stadt: die Gesamtschule Gronau, die Euregio-Gesamtschule Epe, das Werner-von-Siemens-Gymnasium, die Fridtjof-Nansen-Realschule sowie das Driland Kolleg. Unterstützt wurde die Aktion durch lokale Akteur*innen aus dem Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, die Integrationsarbeit in Gronau sowie das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Borken. Ein zentrales Element war das große Banner, das durch das Kommunale Integrationszentrum bereitgestellt wurde und künftig auch für weitere Aktionen in der Stadt genutzt werden kann.

Mehr als ein einmaliger Moment

Die Aktion im Stadtpark steht nicht für sich allein. Sie ist Teil eines kontinuierlichen Engagements der Schulen, sich aktiv mit Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen.

Aus der Vogelperspektive ist eine große Gruppe von Schüler*innen zu sehen, die dicht beieinander stehen und die Zahl „100 %“ formen. Die Ziffern und das Prozentzeichen sind durch die Anordnung der Personen klar erkennbar. Unterhalb der Formation liegt ein langes Banner mit der Aufschrift „Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus“. Die Aufnahme zeigt die gesamte Gruppe von oben und macht die Form der Zahl deutlich sichtbar.
Schüler*innen der weiterführenden Schulen in Gronau bilden die Zahl „100 %“ und setzen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ein gemeinsames Zeichen für Menschenwürde.


Auch an unserer Schule zeigt sich dieses Engagement in unterschiedlichen Projekten:
Schüler*innen beteiligen sich regelmäßig am Reinigen der Stolpersteine in Gronau, setzen sich mit der Geschichte jüdischen Lebens auseinander und haben im Rahmen eines Besuchs der Synagoge in Enschede Einblicke in gelebte Religion und Erinnerungskultur erhalten.
Solche Erfahrungen schaffen Verständnis – und sie machen deutlich, dass es nicht nur um symbolische Aktionen geht, sondern um eine langfristige Haltung.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Als Teil des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage verpflichten wir uns, aktiv gegen Diskriminierung einzutreten und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Die Aktion „100 % Menschenwürde“ ist ein sichtbarer Ausdruck dieses Anspruchs.
Sie zeigt: Haltung entsteht nicht nur im Unterricht, sondern vor allem dann, wenn Menschen gemeinsam aktiv werden.

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Die Bilder dieses Tages bleiben. Noch wichtiger aber ist die Botschaft dahinter:
Menschenwürde ist nicht verhandelbar. Sie gilt – zu 100 %.

Eine Gruppe von zwölf Erwachsenen steht im Vordergrund auf einer Wiese und blickt in die Kamera. Es handelt sich um Lehrer*innen sowie Vertreter*innen verschiedener Schulen und Institutionen. Hinter ihnen erstreckt sich über das Schulgelände hinweg eine große Menschenkette aus vielen Schüler*innen. Die Personen stehen dicht nebeneinander auf einer Grünfläche, einige tragen Jacken und Mäntel. Im Hintergrund sind Bäume mit frischem Laub sowie ein bedeckter Himmel zu sehen. Die Szene zeigt eine gemeinschaftliche Aktion auf dem Schulgelände.
Lehrer*innen und Vertreter*innen beteiligter Schulen und Institutionen stehen vor der Menschenkette, mit der Schüler*innen der weiterführenden Schulen in Gronau ein Zeichen für Menschenwürde setzen.

Personen im Bild (v. l. n. r.):

Herr Geukes (stellv. Schulleiter, WvSG), Frau Springer (SV-Lehrerin, WvSG), Herr Herden (Schulleiter, WvSG), Herr Uhlenbrock (Lehrer, Gesamtschule Gronau), Frau Möllers-Sadlowski (Integrationsagentur Gronau DRK), Herr Smit (1. Konrektor, FNRS), Frau Dammann (Lehrerin, Euregio-Gesamtschule Epe), Herr Kampmann (Lehrer, Gesamtschule Gronau), Herr Brüggemann (Regionalkoordinator SoR/SmC Kreis Borken), Herr Zink (Lehrer, Driland Kolleg), Herr Keesen (Schulleiter, Driland Kolleg), Herr Werz (Integrationsbeauftragter, Stadt Gronau)